Gürteltasche - Recycling Challenge

Oktober 12th, 2009 by Doro-macht-mit

Grundlage war eine beige Hose mit feinen Streifen und passendem  Formgürtel.

Die Idee, eine einfache Tasche ohne zusätzliche Materialien schaffen.

Ausführung:

  • vom Bund aus gemessen  41 cm abschneiden (das wird der Taschenbeutel)
  • das Dreieck, was eine Hose so ausmacht, jeweils vorne und  hinten in der Mitte herausschneiden
  • von links wieder zusammen nähen
  • die Öffnung unten schließen
  • für einen Taschenboden die zwei Ecken rechts und links abnähen
  • dazwischen versäubern
  • aus den Hosenbeinen der Länge nach zwei Henkel zuschneiden (so breit, dass diese vierlagig zusammen genäht werden könnten, erspart Einlagen)
  • Henkel nähen und  im Gürtelbereich festnähen
  • Gürtel wieder in die Schlaufen einziehen und schließen
  • merken, dass das alte Label im Hosenbund nicht mehr passt, eigenes einnähen

Fertig ist die einfache Angebertasche, welche man wegen des hohen Elastananteils ruhig mit Stoffeinkäufen und Kurzwaren vollstopfen kann. Irgendwas passt immer noch rein.

Gürteltasche

Zugewuchert

August 25th, 2009 by Doro-macht-mit

Mitte Juni kam der Samen in die Erde bzw. den ehemaligen Misthaufen. Kurz danach sah ich auch von den zwanzig Kürbiskernen bei drei Stück die Keimblätter.  Das war es dann auch, denn überall krochen die Nacktschnecken herum und den Rest pickten die Hühner beim Käfer suchen kaputt. Aber dann kam noch ein Nachzügler nach dem Regen. Foto fast einen Monat nach dem Säen:

Kürbis

eine Woche später:

Kürbis

noch eine Woche später:

Kürbis

nach einer weiteren Woche am 2. August:

Kürbis

Und nun hat uns fast der Schlag getroffen, als wir dieses Wochenenden da waren. Das dreiviertel Beet ist zu gewuchert:

Kürbis

Auch die Ringelblumen blühen und zwar die erste Aussaat (die zweite ging nicht auf)  und eine Borretschpflanze hat Blütenknospen:

Ringelblume und Borretsch

von Karde und Wurzelpetersilie sahen wir auch nichts mehr. Bleibt nun zu warten, ob die Kürbisse noch etwas werden.

… und Spaß für Jungs

Juni 29th, 2009 by Doro-macht-mit

Vergangenes Wochenende wurden an verschiedenen Stationen ein Bürgermahl gekocht. Ich durfte die Küchenhilfe für Claire sein. Bei uns wurde muos von pilze (Steinpilzmus), gemuos von arbaiß unt rueben (Erbsen und Karotten mit Estragon) und mangoldt unnt zwifelror gemues (Mangold mit Lauch) geköchelt.

Claire und Doro kochen

Zwei Kilo Steinchampignons putzen, schneiden,  dazu noch getrocknete Steinpilze, Dörrfleisch, fast ein Päckchen Butter, ein Liter Rotwein und einen halben Sahne zu Mus kochen ist etwas langwierig und aufwändig, doch im Geschmack unvergleichlich.

Claire

Und dazwischen gab es für die Jungs was zum Lachen, wenn wir tief in die Hocke gingen, um zu spülen. Im Mittelalter ist halt die Welt noch in Ordnung und die Frau an ihrem Platz. ***ggg***

Jungs freuen sich

Eternal Love, Wolfgang Joop und Rätsel

Juni 26th, 2009 by Doro-macht-mit

noch bis zu diesem Wochenende, also den  28.Juni, kann man Mode und mehr in Rostock bewundern. Bei den Nesselmodellen (nicht vergleichbar mit Probemodellen von Hobbyschneiderinnen aus Bomull) habe ich mein Skizzenheft heraus geholt.

hier eins mit Guckloch:

Kleid

Rückenteil Jacke, Falten mit Tüll unterlegt (was war es dann im fertigen Modell?):

Jacke

und hier mein Rätsel (ein Knoten, Wasserfall,  drei Nähte):

Kleid

Es ist  keine Wanderausstellung, wer sie verpasst hat, verpasst was.  Ich warte jetzt noch auf den Ausstellungskatalog, denn die Marmorengel sind auch sehenswert.

der dritte Tag … und Mode, die dick macht

Juni 17th, 2009 by Doro-macht-mit

Gestern waren wir den dritten Tag beim Hühnerturm am Arbeiten. (Ich selbst allerdings erst den zweiten.)  Das Gras, dass jetzt das ganze Jahr schon wuchs ist jetzt fast vollständig  ums Haus mit der Sichel von meinem Mann gemäht worden. Ein vorwitziger Fuchs dachte, er wird nun von uns ins Gelände gelassen und streckte meinem Mann die Schnauze durch den Zaun. Die Lehmgrube zum Weiterbaien ist nun wieder sichtbar.

Im Garten gibt es jetzt zwei Wege, die mit Holzabfällen,  gegen sich sammelndes Wasser,  etwas trockengelegt sind. Vorne sieht man  den gepflanzten Frauenmantel im mittleren Beet. Gesät sind Ölkürbis, Wilde Karde, Wurzelpetersilie, Borretsch und Ringelblumen.  Dummerweise haben die Hühner gleich gemeint, sie dürften auch dort scharren.  Auch daraufgelegtes Stroh hielt sie nicht ab. So sind wir gespannt, was überhaupt  aufgeht.

Tag 3 im Garten

Die rechten und linken Beete bleiben erst einmal zum weiteren Verrotten so  stehen. Gepflanzt und gesät wird dort nächstes Jahr.

Und nun zur Mode, welche ich  demletzt trug:

Kleid  Ende 12. Jahrhundert

Der Faltenwurf und die Gêren sind eindeutig im 12. Jahrhundert so  angeordnet, dass die Dame fülliger erscheint. Frau konnte so eine gesunde runde Figur machen und zeigen, dass sie auch Hungerzeiten übersteht.

Erst in der Mode des  13. Jahrhundert  setzte man die Gêren und somit den Faltenwurf  mehr in Brusthöhe oder sogar höher an und auch waren Kleider in der höfischen Mode dann überlang. Es war ein warmes Jahrhundert mit zwei Ernten im Jahr. Erdbeeren gab es um  Stuttgart schon im Februar.  Also wollte frau eine Mode, die schlank macht.

Aber wie so oft ….  das einfache Volk hatte  keinen Wandel in der Mode. Warum auch.

PS: das Überkleid ist handgenäht.

Wir starten durch

Juni 14th, 2009 by Doro-macht-mit

Es ist ja schon eine Weile her, als wir einem Freund beim Lehmen in Adventon halfen. Jetzt haben wir diese Parzelle für ein paar Jahren übernommen und werden am  Hühnerturm einen  Garten anlegen und das Gehege pflegen. Wir werden dabei einiges Lernen und sind gespannt, wie es klappt.

So sah am ersten Tag mittags der alte Platz für Strohschnitt, Heu und Mist aus:

Garten zu Beginn

so gegen Abend:

Garten

die Hühner durften dann die Engerlinge und Würmer herauspicken:

Hühner

Zur weiteren Info: die Hühner wohnen unten und oben sind wir anzutreffen.

Hühnerturm in Adventon

Friendship Star II

Dezember 15th, 2008 by Doro-macht-mit

Patchwork scheint in dieser Form nur  was für Sturköpfe zu sein.

Quadrate aus Dreiecken stur kerzengerade mit 1/4 Zoll Saumfuß zusammen nähen, Eselsohren abschneiden, bügeln und evtl begradigen. Dann Streifen stur zusammen nähen, bügeln, begradigen.

Friendshipstar

Am Ende die drei Streifen zusammen nähen und  bügeln. Fertig ist mein erster Block.

Friendshipstar fertig

Und nun? Mal sehen, was daraus werden kann. (Ist ja nur zur Probe.)

lang genug gebrütet

Dezember 12th, 2008 by Doro-macht-mit

… und jetzt der Zuschnitt. An den Originalstoff habe ich mich nicht getraut, nur den Ersatzstoff nach den Maßen zerschnitten. Friendship Stars hatte ich zwar schon gesehen, aber das Ganze dann doch lieber nicht nach Anleitungsheften zugeschnitten, sondern nach dem Omnigridbuch berechnet. (Für mich zum Merken: 1,5 cm Nahtzugabe bei Quadraten, 2,5 bei den Dreiecken)
Friendship Star

Jetzt werde ich über die Methode des Zusammennähens meditieren.

Falls es interessiert. Es ist mein erstes Patchworkteil, wenn man einen einzelnen Block mit einer Rose nach der crazy-Technik für einen Erinnerungsquilt außer Acht lässt

Terrorbeleuchtung

November 27th, 2008 by Doro-macht-mit

Beim Heimlaufen vom Bus habe ich in der Nachbarschaft die erste Terroradventsbeleuchtung gesichtet. ***blink-blink-blink*** Ein aufgeregtes Wechseln von Farben und verschiedenen hibbeligen Blinkrhytmen.

Bin ich froh, dass unsre Fenster andersherum sind und ein Haus dazwischen ist. Den ganzen Tag und die Nacht dieses aufgeregte Blinken.  Ich würde wahnsinnig. Das nimmt man doch auch unbewusst wahr, ohne direkt hin zu schauen.

..–……–.. oder Mädchensocken

Oktober 27th, 2008 by Doro-macht-mit

… aus Männermaschen:

Schönes Buch von Michael Weinreich und nachdem ich das Muster kurzerhand auf Kästchenpapier übertragen hatte, war es ganz leicht. Irgendwie habe ich es nicht so mit Lesen. Ich mag am liebsten Strickschriften:

..–……–..
..–……–..
..–……–..
..–……–..
..–__/___–..
..–……–..

für warme Füsse

Oktober 22nd, 2008 by Doro-macht-mit

… es wird Zeit, dass die ersten Socken fertig werden:

grüne Strümpfe

… nachdem dummerweise die alten jahrelang ihren Dienst versahen. Was weiß ich, warum selbst gestrickte Socken so lange halten? Ich habe doch nur zwei Füße, aber so tolle Wolle und Strickmuster in meiner Sammlung.

Es geht los!

Oktober 15th, 2008 by Doro-macht-mit

und wenn ich dann durchsteige, kann ich erzählen, wie es geht

Bis später dann

Es ist zerschnitten

August 30th, 2008 by Doro-macht-mit

… das gute alte handgewebte Bauernleinen. Lange habe ich es nicht gewagt, da es für mich unersetzbar ist.  Wenn man bedenkt wie viel Handwerk allein in so einem Stück Stoff steckt wird man ehrfürchtig. Solch ein Stück Stoff stellt heute niemand mehr her.

Da es übergroße Kissen mit handgesticktem Festonrändern waren, trennte ich diese Streifen sorgfältig so ab, so  dass ich sie später noch verarbeitet kann. Vielleicht werden es Teile für eine Patchworkdecke? Dekoelemente an Kleidung?  Geschenkbehälter für Menschen, die so was schätzen?

Den Stoff selbst wird ein handgenähtes Hemd für meinen Mann werden. Das Probehemd hatte ich schon hier besprochen.  Nun habe ich wieder ein schönes Vorhaben um es abends bei Kerzenschein oder Lagerfeuer  zu nähen.

(Zwischenzeitlich sind eine weitere unauthentische  Mittelaltersachen mit der Maschine entstanden: eine Hose, ein Kleid zum Arbeiten. Man muss ja nicht übertreiben, gell?)

Ich bin versumpft

August 19th, 2008 by Doro-macht-mit

Abstand vom Alltag und ab in die Lehmgrube.

Füße im Lehm

Einen Tag lang arbeiten, Neues lernen und erfahren, ganz ohne Uhr,  und danach ein Ergebnis sehen, ist für mich Urlaub vom Alltag.

Lehmgrube

Um zwei Helfer …

… und den Bauherren …

Flo

…  mit dem Lehm-Stroh-Gemisch zu beschäftigen muss man sich schon ganz schön ran halten. Demnächst werden wir noch mal bei der letzten Schicht außen helfen. Dann dürfen die Hühner dort einziehen.

Hemd des hl. Ludwig

Juni 3rd, 2008 by Doro-macht-mit

… oder wie lang war eine Elle wirklich?

Am Wochenende habe ich mit meiner neuen Bronzenadel weiter genäht und die Bruche ist bald fertig. Nun bin ich zwischenzeitlich aber gefragt worden, ob wir Gewandung verleihen könnten. Nunja, doch wenig, aber ich bräuchte ein Probehemd von einer Rekonstruktion eines bäuerlichen Leinenhemdes angelehnt an das Hemd des heiligen Ludwigs (A. Sturm in Karfunkel 71).

Annahme, die Webbreite ist eine Elle (Saumweite ohne eingesetzte Gêre in der Mitte) und Hemdlänge von Schulter zu Saum gut anderthalb Ellen lang, dann würde das Hemd 120 lang beim bayrischen Maß. Das erscheint mir als kurzes Hemd etwas lang. Bei der Hypothese von 60cm = 1 Elle, würde das Hemd immer noch gut 90 cm lang werden. Das ist reichlich und die Bruche wäre auch verdeckt.

Unlogisch ist, dass die Webbreite des Bauernleinens 80cm  beträgt. Diese Breite ist ja auch geschickt bei Männern mit Schultern. Da es üblich war ohne Verschnitt zu arbeiten (also die volle Breite ausgenutzt wurde)  und diese Webbreite oft auch als Elle angegeben wird. Somit wären wir wieder an dem erbsenzählerischen A hängen geblieben. Das gibt einfach nur Knoten im Kopf.

Letztendlich zerschneide ich mal das Ikeapseudoleinen, als hätte es die Webbreite meinen Bauerleinens und jongliere die Hemdlänge auf tragbar. Einmal Elle lang, einmal Elle kurz …

Sew Subversive - Down & Dirty DIY for the Fabulous Fashionista

März 27th, 2008 by Doro-macht-mit

von M.Rannels, M.Alvarado, H. Meng, Taunton Press 2006

Aus purer Neugierde bestellte ich mir dieses Buch. Und nun? Was soll ich damit?

Schon alleine von der Aufmachung her, weiß ich, dass es was für Nähanfängerinnen ist; Schätzungsweise für das Alter meiner Praktikantinnen und FSJler  oder  Mädchen, die noch zuhause wohnen und ihre Kleider aufpeppen möchten.

Am Anfang werden die Grundkenntnisse des Handnähens erklärt: Nähte, Knopf annähen, Löcher in Jeans mittels Aufnäher stopfen, Säume kürzen.

Dann kommt die Funktion der Nähmaschine dran. Nicht das neueste Modell. Einfach eine Nähmaschine, die man mal irgendwo ausleihen kann und  schon länger irgendwo herumsteht. Danach eine Erklärung der allerwichtigsten Hilfsmittel. Solche Sachen wie, die Stoffschere niemals für Papier nehmen.

Ein Abschnitt über Stoffe, die man günstig bekommen kann und  Secondhandklamotten, die sich zum Umändern lohnen.

Und welche Projekte findet man im Buch? das obligatorische Sofakissen (Nähzeit per Hand anderthalb Stunden, mit der Maschine vierzig Minuten), Shirts verändert (Aufnäher, Ausschnitte, Applikationen), Rock verschönern, Ziernähte anbringen, an Kapuzenshirts Ohren und Saurierzacken anbringen. mit Biesen Kleidung auf Passform bringen, Hosen aufpimpen, Jeanshose zu Rüschenrock, Strickpullover zu Tops, Stulpen und Mützen umarbeiten …

Einfach  viele Ideen für Mädchen, die sich ihre Sachen individuell umgestalten möchten und nicht  mit der Mode gehen wollen.  Ein Buch um Lust zu machen (falls man denn Englisch kann). Ich habe es verschenkt.

Fotos haben wir vergessen zu machen …

Dezember 19th, 2007 by Doro-macht-mit

aber passen tut das Häubchen meinem Barden und nützlich bei der Kälte ist es auch.  Ich denke mal, ihr habt schon die Männermützchen auf Märkten und in Lagern gesehen, die das Mannsvolk so trägt. Ja … genau die, die wie Babymützchen aussehen. Die Welt ist es ja jetzt nicht, aber mein erstes durch und durch handgenähtes Teil. Praktisch ist das Handnähen auch, denn es ist gut mitzunehmen und genauso kommunikativ wie Sockenstricken abends auf Fortbildungen am Kaminfeuer.

Ja eigentlich wollte ich nur mal hier anmerken, dass es mich noch gibt.

Ablassbriefe für Nähsünden im Mittelalter…

August 7th, 2007 by Doro-macht-mit

… hat es so was gegeben? Vorsorglich habe ich einen als gesittete Dame bei der Kathedrale in Beilstein gekauft. Auf dass ich nicht ewiglich im Fegefeuer wegen Missetaten und Verbrechen an der authentischer Näherei im Fegefeuer schmoren muss.

So kann ich jetzt im reinen und unschuldigen Zustand zurück an die heimische Nähmaschine.

Also … die Kleiderschnitte sind raus gemacht. Im Prinzip unterscheiden sie sich nur in einer geringen Weitendifferenz bei Vorder- und Rückteil und etwas bei der Länge. Diese sind ja nur gerade Teile. Egal, ob für Frau oder Mann. Eingesetzte Stoffkeile an den Seiten oder gar in der Mitte geben Weite und Gestaltung. Ich habe jede Gewandung mit verschiedenen Buntstiften aufgezeichnet, sonst verwechsele ich am Ende noch die dazugehörenden Gêren oder Ärmel. Auch das Mönchsgewand wird an den Seiten Gêren haben. Allerdings nicht erst ab Taille, sondern schon weiter oben beginnend. Eine übliche Vorgehensweise und stoffsparend. Jetzt schneide ich gerade die Stoffe zu.

Achje … fragt mich doch jetzt nicht, ob der Schnitt 1150 oder 1250 üblich war. Ich werde bei nächster Gelegenheit nochmal einen Ablassbrief kaufen.

Da fällt mir ein, es gibt einen fast authentischen Schnitt Nr.7977 von Burda. Höllenfenster gab es aber erst Ende des 13.Jhd.

Die Diva von Adventon

Juli 30th, 2007 by Doro-macht-mit

Der letzte Eintrag hier ist lange her. Vom letzten Wochenende im Mittelalter hängt schon die erste Wäsche auf der Leine. Der Rest ist noch feucht und riecht nach Feuer, Lehm und Tieren.

Wir waren wieder in unsrem Lieblingsdorf einen Zaun flechten. Der Zaun ist für den Garten des Hauses von 1507. Dort flechtet der Siedler die Zwischenräume des Fachwerkes mit Haselnussruten aus.

Zaun flechten

Zwichendrin grunzte es recht geschäftig neben uns. Diva hatte ein paar Körner zwischen den Ästen entdeckt.

Diva von Adventon

Der Samstag war recht feucht, aber warm (arbeiten konnte ich lediglich im Unterhemd; züchtig wie Herrschaften herumlaufen, war da nicht drin :D … und zum Glück haben wir jetzt schon ein paar Wechselklamotten. Ich mehr als mein Spielmann. Da muß ich noch was ändern. Mein Barde spiele abends auf dem Scheitholz und einer Gitarre. Ich fing noch an den Schnitt für die Bundhaube zu testen. Vom Ergebnis werde ich später berichten.

Das Übernachten im Auto ging. Ich selbst kam nur wenig zum Schlafen, da auch noch spät in der Nacht ein paar Besucher ewig den Motor laufen liesen, um sich lauthals zu Verabschieden. Am Sonntag flochten wir dann die restlichen etwa vier Meter langen Äste ein, bevor es richtig anfing zu regnen. Der Zaun ist nun einen halben Meter hoch. Ob das für die Hühner reicht? Das Schwein konnte jedenfalls nicht mehr durch.

Festhalten kann ich, daß Hemden, die zum Einsatz bei der Arbeit geeignet sein sollen, unbedingt eingesetzte Rauten oder Vierecke unter den Achseln für die Bequemlichkeit haben sollten. Meine Schitte passe ich immer mehr dem an, was vermutlich so gewesen sein könnte.

Nebenbei habe ich mit Erschrecken festgestellt, daß mein Kleiderschrank für das 21.Jahrhundert bald mehr Lücken aufweisst, als unser Kleiderständer fürs Mittelalter. Bedenklich.

Aber egal. Erstmal habe ich noch ein staufisches Projekt vor. Für den Markt am Rumpenheimer Schloss werden wir zu sechst sein. Ein edles Paar mit Magd. Gewänder für Kammerzofe, Gelehrter und Hausmönch fehlt noch. Ich werde berichten.

Rückblick auf dieses Datum vor 25 Jahren

Januar 16th, 2007 by Doro-macht-mit

Die Nacht vor unsrer Hochzeit war es minus 26 Grad Celsius.

Hochzeit 1982

Dieses Hochzeitskleid existiert noch immer. Aber es ist schon fast im Auflösen befindlich. Seit einem Jahr überlege ich, ob ich Teile davon als Borte für ein Mittelalterkleid nehmen könnte. Alles aufbügeln auf ein stabilisierendes Vlies? … So wie man es mit so alten Ehen auch tut :D